Whiskey Bootleggers
Whiskeyschwarzhändler
Die Whiskeyschwarzhändler haben eine besondere Rolle innerhalb der amerikanischen Geschichte. Irgendwo zwischen Verbrecher und Künstlern finden die Whiskeyschmuggler ihren Platz unter anderen umstrittenen Gestalten einer Ära, die bestimmt war durch niederdrückende Gesetze und Wirtschaftselend. Die 1920s schienen die perfekte Zusammensetzung von sozialen Faktoren zu haben, um eine Anzahl richtig gut bekannter Verbrecher hervorzubringen. Dieses Jahrzehnt wurde berühmt durch einen beispiellosen Anstieg des organisierten Verbrechens und zu diesem Zeitpunkt machten die Whiskeyschmuggler sich einen Namen und verschafften sich ein Ansehen.
Nach der Gesetzesüberarbeitung am 28. Oktober 1919, die den Verkauf und die Produktion von alkoholischen Getränken illegal machte, äußerten die Whiskeyschmuggler ein kollektives „Nein“, weil sie die Ungerechtigkeit im Gesetz erkannten. Für Whiskeyschwarzhändler, vor allem die, die in den Appalachen wohnten, war das Whiskeymachen die einzige Möglichkeit, sich um ihre Familien kümmern zu können. Handel zwischen Bauern und Schmugglern wurde zu einer gewöhnlichen Sache in den meisten ländlichen Gegenden. Ohne eine andere Möglichkeit zu haben, machten die Whiskeyschmuggler das, was sie am besten konnten, Whiskey herstellen. Allerdings mussten sie jetzt geheimnisvoll und illegal arbeiten. Ab jetzt wurde das Ganze mit dem Term Schmuggel bezeichnet, der aus dem Bürgerkrieg stammte, als Soldaten kleine Flaschen Alkohol mit ihren Stiefeln in ihre Lager schmuggelten. Auf die gleiche Weise versteckten die Schmuggler nicht ihre Brennereien in Stiefeln, sonder in den Bergen.
Whiskeyschmuggler waren alte Hasen im Whiskeyherstellen und wussten, dass sie unbedingt fließendes Wasser brauchten. Dies ist der Grund, warum die Schwarzhändler ihre Destillationsapparate oft an die Quelle eines Flusses in den Bergen bauten. Danach bauten sie eine Holzhütte über den Destillationsapparat und bedeckten diese mit immergrünen Zweigen. Einige Whiskeyschmuggler, deren Brennereien unzählige Male von den Scheriffs durchsucht wurden, gruben Untergrundräume, wo sie arbeiten konnten. Dann errichteten sie ein Gebälk drüber und bedeckten es mit Dreck und anderem pflanzlichen Material. Das macht es nicht nur sehr viel schwieriger die Brennereien der Whiskeyschmuggler zu lokalisieren, sondern stellt auch sicher, dass die Arbeit nicht weggekippt wird, wenn und falls sie entdeckt werden.
Wie auch immer, Gesetzeshüter hatten viele Methoden die versteckten Brennereien der Whiskeyschmuggler zu finden. Gemäß einer Geschichte haben sie Schweine benutzt, weil eben diese angeblich den Maisbrei lieben, aus dem Whiskey oft hergestellt wird. Whiskeyschmuggler stellten oft Holzzäune auf, um zu verhindern, dass Schweine in die Breibecken fallen und ertrinken würden. Es wurde einmal eine Geschichte erzählt, dass ein großes Schwein in eine Breiwanne fiel und dort ertrunken ist. Die Whiskeyschmuggler fanden seinen toten und aufgedunsenen Körper einige Tage später, produzierten aber trotz dem toten Körper weiterhin den Whiskey. Seit dieser Geschichte gibt es das Sprichwort „Da muss ein totes Schwein drinnen gewesen sein!“, wenn der Whiskey zu stark ist.
